12. Januar 2015

Kita-Qualität und daraus resultierender Fachkräftebedarf in den Kitas

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG

Drucksache 20/14257
20. Wahlperiode
12.01.15

Große Anfrage

der Abgeordneten Mehmet Yildiz, Kersten Artus, Tim Golke, Norbert Hackbusch, Dora Heyenn, Cansu Özdemir, Christiane Schneider und Heike Sudmann (DIE LINKE) vom 12.01.15

Der Senat sieht bei den bisherigen Gruppengrößen von 13 Krippenkindern beziehungsweise 23 Elementarkindern laut Kita-LRV eine Soll-Erzieher-Kind-Relation von 1:6,5 für den Krippenbereich und 1:11,5 für den Elementarbereich vor. Bei den Schulkindern sind dies laut GBS-LRV 1:19 bei KESS 1-2-Regionen beziehungsweise 1:23 bei 3-6-KESS-Regionen für die „unmittelbare“ Arbeit am Kind (ehemals Hort 1:17,5 laut Kita-LRV). Zur „mittelbaren“ Arbeit am Kind kommen als „unmittelbare“ Zeiten von 17,45 Prozent Fehlzeiten wie Urlaub, Team-Tage oder Krankheit hinzu. Die ebenfalls notwendigen Tätigkeiten zum Dokumentieren des Förderauftrags, der Gespräche mit Eltern, einer berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildung und ähnliches als weitere mittelbare Tätigkeiten des Erziehungspersonals sind zurzeit in den Kosten des Kita-LRV unberücksichtigt. Die mittelbaren Zeiten am Kind wären daher laut Hamburger Schlüsselstudie auf 25,0 Prozent anzuheben. Bei Berücksichtigung der bisher finanzierten unmittelbaren Soll-Strukturqualität (Erzieher-Kind-Relation) von 1:6,5 Krippe und 1:11,5 Elementarbereich sowie der zurzeit finanzierten mittelbaren Zeiten für das Erziehungspersonal (17,45 Prozent) besteht bei den Fachkräften in den Gruppen de facto je nach Gutscheinart eine Soll-Strukturqualität von bis zu 1:8 bei den Krippenkindern und bis zu 1:13,2 bei den Elementarkindern. Vor diesem Hintergrund hat es in der Stadt große Proteste der Beschäftigten, Eltern und Verbände gegeben. Der zuständige Fachausschuss hat eine öffentliche Anhörung zu diesem Thema organisiert. Hierauf hat der Senat reagiert und mit den Verbänden Gespräche zur Verbesserung der Qualität geführt. Die Vertragskommission (BASFI/ Verbände) hat ein Eckpunktepapier verabredet und die Hamburgische Bürgerschaft hat ergänzend hierzu für den Doppelhaushalt 2015/2016 einen Beschluss gefasst.

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Senat:

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