15. September 2015

Auch Toronto hat genug von Olympia

Die nächste nordamerikanische Großstadt verabschiedet sich aus dem Olympia-Wettbewerb: Toronto will sich aufgrund fehlender privater Mittel und mangelnder Unterstützung nicht für die Spiele 2024 bewerben. Schon vorher stieg Boston mit Verweis auf hohe Kosten für die Steuerzahler aus. „Es zeigt sich langsam, dass Boston keine Ausnahme war“, erklärt dazu Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Enorme öffentliche Kosten und mangelnde Unterstützung sind gute Gründe, auf eine Bewerbung zu verzichten. Statt vernunftorientiert von Boston und Toronto zu lernen, jubeln die Befürworter in Hamburg auch noch, dass ein weiterer Konkurrent ausgeschieden ist.“ Die Logik der Befürworter zeuge von fehlendem Realitätssinn und mangelndem Verantwortungsbewusstsein, so Yildiz: „Der Senat muss im Sinne der Bürgerinnen und Bürger endlich zur Vernunft kommen und unbedingt die Notbremse ziehen. Was Hamburg braucht sind gute Schulen, Wohnungen und Sportplätze und keine 16-tägige Gigantomanie auf Kosten der Steuerzahlerinnen.“