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25. Juli 2014

Umfrage: „Keine Spur von Olympia-Euphorie“

73 Prozent der HamburgerInnen finden Olympische Spiele in der Hansestadt zu teuer und sind der Meinung, das Geld solle lieber in andere Projekte fließen. Das zeigt eine heute im Abendblatt veröffentlichte Studie. „Es mag ja stimmen, dass fast drei Viertel der Befragten eine Bewerbung um Olympia grundsätzlich gut finden, aber das ist nicht das entscheidende Ergebnis der Umfrage“, erklärt dazu Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Etwas grundsätzlich gut finden und etwas bezahlen müssen sind zwei Paar Stiefel. Die Hamburgerinnen und Hamburger rechnen da lieber nochmal nach. Das Ergebnis: Von Olympia-Euphorie ist überhaupt keine Spur zu sehen.“

DIE LINKE lehnt eine Olympia-Bewerbung Hamburgs ab, weil bei einem Zuschlag Milliardenkosten, jahrelange Bauarbeiten, Umweltschäden, Mieterhöhungen, Verdrängung von AnwohnerInnen und eine Vertiefung der sozialen Spaltung auf Hamburg zukämen. „Bei der geplanten Volksbefragung, auf der auch 84 Prozent der Befragten bestehen, wird sich zeigen, ob die Hamburgerinnen und Hamburger nach der Elbphilharmonie weitere Kostenexplosionen in olympischen Ausmaßen in Kauf nehmen wollen“, so Sudmann.