2. April 2013

Frühjahrsempfang der Fraktion DIE LINKE im Festsaal des Hamburger Rathauses

Fast 500 Besucher/innen kamen zum Newroz-Empfang der Linksfraktion.

Fast 500 Besucher/innen kamen zum Newroz-Empfang der Linksfraktion.

Am 26. März lud die Fraktion der LINKEN zum Frühjahrsempfang in den Festsaal des Hamburger Rathauses ein. In diesem Jahr würdigte die Fraktion die Kultur des Newroz-Festes, das auch viele in Hamburg lebende Menschen feiern. Das Newroz-Fest, oder Novruzfest, wurde am 21. März weltweit von mehr als 300 Millionen Menschen gefeiert.

Seit 3000 Jahren steht das Newroz-Fest im Mittleren und Nahen Osten, auf dem Balkan, in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus und in Zentralasien symbolisch für den Frühlingsanfang. Das Newroz- oder Novruzfest geht auf die Legende des Schmiedes Kawa zurück, der den grausamen Despoten Dehok tötete und zum Zeichen der Befreiung ein Feuer anzündete. Seit 2010 ist der 20./21. März von den Vereinten Nationen als internationaler Newroz-Tag anerkannt, 2009 wurde er von der UNESCO in die Liste des Menschheitskulturerbes aufgenommen.

Der Einladung der Fraktion waren fast 500 TeilnehmerInnen gefolgt. Organisationen und Institutionen, die das Fest traditionell feiern wie zum Beispiel iranische und kurdische, Menschen aus den Bereichen der Integrations-, Antirassismus-, Frauen-, Gewerkschafts- sowie Internationaler Arbeit nahmen teil und feierten zusammen. Auch aus den Bürgerschaftsfraktionen der SPD und der GRÜNEN nahmen einige Abgeordnete teil. Die Veranstaltung war öffentlich und für jede/n zugänglich. Viele der Besucher wurden auch über die Plakate in Altona und Hamburg-Mitte Aufmerksam und besuchten die Veranstaltung.

Dora Heyenn, Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste. Cansu Özdemir, integrationspolitische Sprecherin der Fraktion berichtete über die politische Entwicklung von Newroz in den Ländern des Mittleren Ostens und. Professor Dr. Norman Paech, Völkerrechtler und ehemaliger Bundestagsabgeordnete und außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag sprach über die kulturhistorische Entwicklung im Mittleren Osten und die Bedeutung von Novruz für die Völker.

Das internationale Musikprogramm wurde bereichert von der Hamburger Opern- und Konzertsängerin sowie Menschenrechtsaktivistin Leman Stehn. Mit internationalen Liedern in türkischer, kurdischer, armenischer sowie deutscher Sprache sang sie Lieder und bewegte zum mit singen. Im Anschluss folgte die iranische Musikgruppe ARYA, die schon durch ihr anmutiges Erscheinungsbild Blicke auf sich zog. Mit traditionellen persischen Instrumenten trugen sie klassische iranische Lieder vor. Die letzte Musikgruppe ATILLA & IBO bewegte mit kurdischer Musik die Gäste zum Tanzen und sorgte bei den Gästen bis zum Schluss der Veranstaltung für gute Laune.

Neben dem reichhaltigen Buffet, hatten die Gäste die Möglichkeit sich über eine Leinwand Bilder aus verschiedenen Ländern zu den Newrozfeierlichkeiten anzuschauen. Auf einem dekorierten Tisch, hatten die Gäste die Möglichkeit, die iranischen und afghanischen Bräuche am Novruztag kennen zu lernen.

Viele der BesucherInnen lernten an dem Abend neue Bräuche, Kulturen und Menschen kennen. Es entwickelten sich Gespräche, ein interkultureller Austausch fand statt, es wurde getanzt und gefeiert. Für Gäste, denen vorher das Fest fremd war ist Novruz nun ein Begriff und eine Bereicherung in unserer Stadt. Die Veranstaltung war so erfolgreich, dass die Fraktion DIE LINKE auch im nächsten Jahr das Fest im Hamburger Rathaus würdigen und feiern möchte.