22. Juni 2010

Ölkonzern erklärt Gängeviertel zum Sicherheitsrisiko

Zu der Berichterstattung über „Sicherheitsbedenken“ des benachbarten Esso-Konzerns gegenüber dem Gängeviertel, erklärt Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher: „Die Künstlerinitiative hat durch ihr Engagement nicht nur einen kreativen Ort geschaffen, sondern auch ein Stück historisches Hamburg vor der Abrissbirne gerettet. Die Sicherheitsbedenken sind nur vorgeschoben, weil da jemand offensichtlich mit bunter, unkommerzieller Kultur nicht umgehen kann. So eine engstirnige Haltung ist für eine Großstadt wie Hamburg, die sich gerne als liberal und weltoffen präsentiert, unangemessen. Es würde sehr mich wundern, wenn der Mietvertrag umfassende Gestaltungsrechte für die Nachbargrundstücke enthält. Pläne für Nachbargrundstücke können sich ändern – sogar manchmal zum Guten, wie das Gängeviertel zeigt. Wem das nicht passt - Pech gehabt.“