22. August 2014

Olympia-Bewerbung: Senat muss Kosten offenlegen

Olympische Ringe und Hamburg-Silhouette vor schwarzem Hintergrund

Die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft hat eine kleinen Anfrage eingereicht, um die Kosten einer möglichen Hamburger Olympiabewerbung für die Stadt herauszubekommen (siehe Anhang). Zuvor hatte der Berliner Senat auf Anfrage der dortigen Linksfraktion bestätigt, dass die Bewerbungskosten rund 50 Millionen Euro betragen.


Hierzu erklärt Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE: „Wir fordern den Senat auf, konkrete Zahlen zu nennen. Bisher weigert sich der Senat, die Hamburgerinnen und Hamburger aufzuklären, wieviel dieses irrwitzige Projekt Olympia allein an Bewerbungskosten ver-schlingt. Diese Salamitaktik muss endlich ein Ende haben. Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahlen haben ein Recht darauf.“


Yildiz meint, das Geld müsse für den Ausbau der sportlichen und sozialen Infrastruktur bereitgestellt werden: „Angesichts des dramatischen Sanierungsstaus und mangelnder Kapazitäten bei Sporthallen, Sportplätzen und Schwimmhallen ist es unverantwortlich, dass der Senat Millionen in den Rachen des IOC wirft. Während Jugendhäuser und Bolzplätze mit dem Argument, es gäbe kein Geld, nach und nach dicht machen müssen, ist plötzlich Geld für eine Olympiabewerbung vorhanden. Das Festhalten des SPD-Senates an einer Olympiabewerbung grenzt an Veruntreuung von Steuergeldern.“