2.500 Demonstranten fordern Bleiberecht für Lampedusa-Flüchtlinge

Mehr als zweitausend Bürgerinnen und Bürger folgten am Sonnabend in der Hamburger Innenstadt dem Aufruf der Lampedusa-Flüchtlinge, Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Initiativen für ein Bleiberecht nach Paragraf 23 Aufenthaltsgesetz. Tausende Flüchtlinge waren Anfang des Jahres von italienischen Behörden mit je 500 Euro sowie Touristen-Visa für den Schengenraum ausgestattet und nach Nord- und Mitteleuropa geschickt worden. 300 von ihnen gelangten so im März nach Hamburg. Seitdem leben sie auf der Straße, in Moscheen und Kirchen oder Privatunterkünften.

Weder in Italien noch anderswo gebe es jedoch eine Perspektive für die 300 Männer, es mangele an Arbeitsplätzen und Unterkünften. Mit einer Schweigeminute gedachten die Demonstranten der auf der Flucht ums Leben gekommenen Menschen. Der Hamburger Senat lehnte bislang ein Gruppenbleiberecht ab. Er beruft sich auf das Dublin-II-Abkommen, wonach Italien für die Männer zuständig sei. Auch in Berlin hatten am Samstag Flüchtlinge zu einer Demonstration aufgerufen.

Eine von Reinhard Schwandt (ver.di) erstellte  Fotodokumentation dieser Demonstration gibt es hier.

Eine Auswahl der Bilder:

Lampedusa 1Lampedusa 2Lampedusa 3Lampedusa 4Lampedusa 5Lampedusa 6Lampedusa 7Lampedusa 8Lampedusa 9Lampedusa 10Lampedusa 11Lampedusa 12