DIE LINKE verabschiedet den letzten Nachtzug nach Paris

Mit einer Kundgebung hat unsere Fraktion am vergangenen Donnerstag den letzten Nachtzug von Hamburg nach Paris verabschiedet und gegen die vorgenommenen Zugstreichungen durch die Deutsche Bahn sowie gegen die passive Haltung des Senats protestiert. Im Vorfeld hatte der Senat seine Haltung mit dem Hinweis, dass er mit der "unternehmerischen Entscheidung " nichts zu tun habe, begründet. An der Aktion nahmen rund 50 TeilnehmerInnen teil, darunter VertreterInnen der bei der Bahntochter DB ERS tarifführenden Gewerkschaft NGG, des Bahn-Betriebsrats, der Initiative gegen Zugstreichungen, der Naturfreunde Hamburg e.V., der NGO Robin Wood sowie unsere Abgeordneten Heike Sudmann (verkehrspolitische Sprecherin), Norbert Hackbusch, Christiane Schneider und Robert Jarowoy (Vorsitzender DIE LINKE. Fraktion in der Betriebsversammlung Altona).

 

Als Betriebsratsmitglied sprach Joachim Holstein auf der Kundgebung und kritisierte, dass die Einnahmen durch die zusätzlichen Sitzwagons nicht als Einnahmen der Nachtzugverbindungen in der Bilanz der Deutschen Bahn eingerechnet werden. Dadurch entstünde eine schlechtere Bilanz, die als Begründung für die Einstellung der Nachtzugverbindungen durch das Unternehmen angeführt werde.

Auch die Abgeordneten der Linksfraktion kritisierten die Entscheidung der Deutschen Bahn: Das Ende der Nachtzüge sei unökologisch, unsozial und uneuropäisch. Die Politik müsse sich einmischen, denn die Umwelt sei wichtiger als Profite.

Am Ende der Kundgebung bedankten sich die VertreterInnen der Gewerkschaft NGG für die politische Unterstützung von Seiten unserer Fraktion. Zahlreiche Teilnehmer der Kundgebung fuhren mit dem letzten Nachzug nach Paris. Auch die Abgeordneten unserer Fraktion fuhren mit – allerdings nicht bis zur Endhaltestelle.