LINKE besucht die Koppelkinder in St.Georg am KITA-Aktionstag 5 vor 12

Unser Abgeordneter Mehmet Yildiz zu Besuch bei den Koppelkindern in St. Georg

Am 12.12.2014 war der Aktionstag 5 vor 12. An diesem Tag haben viele Kita-Einrichtungen in Hamburg in Absprache mit den Eltern vor Ort kurz vor 12 Uhr die Einrichtung für die normale Betreuung der Kinder in ihrer Kita geschlossen, um einmal die Arbeit zu machen, die zu kurz kommt. Vor diesem Hintergrund hat sich Mehmet Yildiz, Sprecher für Kinder, Jugend und Familie der Fraktion DIE LINKE die Koppelkinder in St. Georg besucht, um sich vor Ort zu informieren wie die Arbeitsbelastung der Kita- Beschäftigten vor Ort aussieht und welche Folgen das für die Kinder hat.

 

Im Gespräch mit den Beschäftigten wurde deutlich, dass Ausfallzeiten durch Urlaub und Krankheit, aber auch durch die mittelbaren pädagogischen Arbeit, d.h. Vor- und Nachbereitungszeiten oder Elterngespräche, berücksichtigt werden müssen.Aktuell sind in der Kita Koppelkinder viele Beschäftigte krank, die ersetzt werden müssen.

 

Bei einer Einrichtung, die auch behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder betreut, eine schwere zusätzliche Belastung. Im Gespräch wurde  auch klar, dass die Erzieherinnen neben der Planung und Durchführung des normalen Tagesablaufs noch jede Menge Berichte für ihre Inklusionskinder machen müssen, es muss ein Kinderschutzkonzept erstellt und Beobachtungen der Kinder sollen dokumentiert werden, aktuell wird auch die Einstellung einer neuen Kollegin organisiert, die Elternkontakte und Gespräche kommen hinzu, Eltern haben immer mehr Beratungsbedarf in sozialen Fragen, im Bereich der Sprachförderung müssen Kinder begleitet werden. Die Liste ließe sich noch weiterführen.

 

Vor diesem Hintergrund wünschen sich die Beschäftigten Zeit für diese Tätigkeiten. Sonst sind aus Sicht der Beschäftigten nur die absolut notwendigen Tagesabläufe zu leisten. Alles, was darüber hinausgeht: Die Förderung und die gezielte Zuwendung von Kindern. Das kommt zu kurz. Wir leisten die Arbeit nach der Methode satt und sauber war der Tenor der Beschäftigten.

 

Die Beschäftigten der Koppelkinder in der Rostocker Straße wünschen sich von der Politik neben der Verbesserung der Personalschlüssel für alle Kinder auch Ganztagsplätze für alle, damit die Kinder einen gemeinsamen Alltag haben und der Einsatz der beschäftigten besser organisiert werden kann. Abschließend stellte Mehmet Yildiz fest, dass diese Kita zwar vergleichsweise gut ausgestattet ist, dennoch wird es immer wieder eng, wenn es mehr Ausfälle durch Krankheit und im Urlaub.