Ein grandioser Frühlingsanfang mit der Linksfraktion

Alle Fotos: Hartmut Wojahn

Auch dieses Jahr feierten am 21. März mehr als 300 Millionen Menschen weltweit das Newroz- oder Nouruzfest. Es geht auf die Legende des Schmiedes Kawa zurück, der den grausamen Despoten Dehok tötete und zum Zeichen der Befreiung ein Feuer anzündete.  Seit 3000 Jahren steht das Newrozfest im Mittleren und Nahen Osten, auf dem Balkan, in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus und in Zentralasien symbolisch für den Frühlingsanfang.

 

Auch in Hamburg leben viele Menschen, die das Fest traditionell feiern. Die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft nahm Newroz zum Anlass, diese Kultur in einem offiziellen Rahmen zu würdigen und gemeinsam mit den Hamburgerinnen und Hamburgern den Frühlingsanfang. Dazu lud die Fraktion für den 28. März zum Frühjahrsempfang in den Festsaal des Hamburger Rathauses ein.  Das diesjährige Fest widmete die Fraktion den Flüchtlingen aus Westkurdistan und Syrien, die vor dem Krieg flüchteten und in Hamburg Zuflucht fanden.

 

Über 800 Hamburgerinnen und Hamburger kamen zur Feier. VertreterInnen von Organisationen und Institutionen, iranische, afghanische, kurdische und andere Menschen, die das Fest traditionell feiern, Abgeordnete und Menschen aus den Bereichen der Integrations-, Antirassismus-, Frauen-, Gewerkschafts- und Internationalen Arbeit feierten zusammen. Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch einiger Flüchtlinge, darunter auch aus der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“. Die Veranstaltung war öffentlich und für jede/n zugänglich, viele der BesucherInnen wurden durch die Plakate in Hamburg-Mitte aufmerksam.

 

Katja Kipping, Bundesvorsitzende der Partei DIE LINKE, besuchte uns in Hamburg und sprach ein Grußwort auf dem Fest. Dora Heyenn, Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste. Cansu Özdemir, integrationspolitische Sprecherin der Fraktion, berichtete über die Geschichte und Bedeutung von Newroz in den Ländern des Mittleren Ostens. Jan van Aken, außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, berichtete über seine Reise nach Westkurdistan/Syrien und die Situation der Flüchtlinge dort.

 

Das Musikprogramm war international: Der iranische Chor Nahid Samadian spielte und sang, Mitglieder des Chors tanzten in traditioneller Kleidung zur Musik. Im Anschluss trug die Sängerin Anna Déinyan armenische Lieder vor. Die letzte Musikerin, Leyla Xan, brachte mit kurdischer Musik die Gäste zum Tanzen und sorgte bis zum Schluss der Veranstaltung  für gute Laune.

 

Es gab ein reichhaltiges Buffet und Getränke für alle, außerdem konnten die Gäste an einem Infotisch die iranischen und afghanischen Bräuche am Newruztag kennen zu lernen. Viele der BesucherInnen lernten an diesem Abend neue Bräuche, Kulturen und Menschen kennen. Es entwickelten sich nette Gespräche, ein interkultureller Austausch fand statt, es wurde getanzt und gefeiert. Für Gäste, denen vorher das Fest fremd war, ist Newroz nun ein Begriff und eine Bereicherung in unserer Stadt. Voraussichtlich wird die Fraktion DIE LINKE auch nächstes Jahr wieder zum Frühlingsfest in den Festsaal des Hamburger Rathauses einladen.