Gelunger Auftakt der Veranstaltungsreihe in Altona - Brauner Terror & Behördenversagen

Die Veranstaltungsreihe der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE zu den NSU-Morden wurde am 6.3.2012 im Rathaus Altona gestartet. Vor rund 120 Teilnehmenden referierten Cansu Özdemir, Fachsprecherin für Soziales und Integration, und Christiane Schneider, Fachsprecherin für Inneres, Justiz und Flüchtlingspolitik, über die Hintergründe der unheimlichen Mordserie, die Verstrickung staatlicher Einrichtungen und institutionellen Rassismus.

Christiane Schneider forderterte ein Verbot des Neonazi-Aufmarsch am 2. Juni 2012.  DIE LINKE engagiere sich im Hamburger Bündnis gegen Rechts dafür, dass dieser Nazi-Aufmarsch mit vielen Bündnispartnern, mit Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, MigrantInnen- und Flüchtlingshilfeorganisationen und antifaschistischen Initiativen gemeinsam mit viel Zivilcourage verhindert wird.Moderiert wurde die Veranstaltung von Annette Sawatzki.

In einem Filmbeitrag kamen die Angehörigen der rassistischen Terroropfer zu Wort. In der anschließenden Diskussion wurde u. a. angeregt, einer Straße den Namen des in Altona ermordeten Süleyman Tasköprü zu geben.

Weiterhin wurde die skandalöse Ablehnung der offiziellen Benennung des Kemal-Altun-Platzes in Altona durch Bürgermeister Olaf Scholz thematisiert. Kemal Altun hatte sich bereits 1983 aus Angst vor einer Abschiebung an die türkische Militärjunta aus dem sechsten Stock des Berliner Verwaltungsgerichts in den Tod gestürzt. Laut Pressemeldungen erfolgte die Ablehnung durch Olaf Scholz aufgrund der Befürchtung, dem türkischen Staat würde dies missfallen.