Über 50 Jahre Migration – über 50 Jahre kulturelle Begegnung und Vielfalt!

„Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten...“ (Rio Reiser)

Die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft hat am Samstag, den 17. Dezember zum vierten Mal in der Folge das Eine-Welt-Fest (Yaldafest) gefeiert. An dem Fest nahmen über 250 Menschen teil. Das kulturelle Programm des Yaldafestes enthielt neben Fotoausstellung und Kurzfilm zum Thema „Arbeitsmigration“ eine Darbietung der spanischen Flamenco-Gruppe Mar i Arena (Meer und Sand) und Auftritte der Grupo da Concertinas Hamburgo aus Portugal und der türkisch-kurdischen Musikgruppe von Sener Yildiz. Auch die Brüder Treiko und Usko ernteten von den Gästen viel Beifall für ihre Roma-Musik. Die Gäste fanden ebenfalls großes Gefallen an den Liedern des griechischen Sängers Vassili Pegidis.

Anschließend wurde bis in die Mitternacht getanzt. Viele der TeilnehmerInnen gratulierten die Organisatoren zum Abschied und fügten hinzu, dass sie im nächsten Jahr auch unbedingt auch dabei sein wollen.

An die Arbeitsmigration wurde auch in einer Gesprächsrunde gedacht, in der drei MigrantInnen der ersten Generation und eine junge Frau mit migrantisch-türkischem Hintergrund von ihren Erlebnissen und Erfahrungen ihrer Migration bzw. ihr Leben in Deutschland erzählten. Souverän moderierte die freie Journalistin Kathrin Erdmann die Gesprächsrunde, die auf großes Interesse stieß.

Die Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen (DIE LINKE) konnte aus gesundheitlichen Gründen an dem Yaldafest nicht teilnehmen, schickte aber ein Grußwort, das am Anfang des Festes vorgelesen wurde. Darin bedankte sie sich an den ArbeitsmigrantInnen, die „das Fundament der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen der Nachkriegsjahre mit geschaffen haben“.

Als migrationspolitischer Sprecher der Linksfraktion machte ich in meiner Eröffnungsrede auf die politische Absicht des Yaldafestes aufmerksam: Nicht nur die Arbeitsmigration aus der Türkei, sondern aus allen Anwerbeländern in Erinnerung zu rufen. Ohne die MigrantInnen wäre Deutschland heute nicht das Land, das es heute ist, und Hamburg wäre nicht eine Weltstadt, die es heute ist.

Auch Tim Gohlke (DIE LINKE, MdHB) und Karin Haas (Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstands / Sprecherin der AG Migration und Flucht  DIE LINKE) wandten mit einem Grußwort an die Gäste und bedankte sich bei allen TeilnehmerInnen sowie UnterstützerInnen.

Vielen Dank an alle, die unserer Einladung gefolgt sind. Und ein herzliches Dankeschön auch an denen, die beim Zustandekommen diesjährigen Yaldafestes mitgewirkt haben.

Mehmet Yildiz