"Ihr wollt unser Bestes? Ihr bekommt es nicht!"

Eckpunkte einer sozialistischen Kinder-, Jugend- und Bildungspolitik als Politik von und mit Kindern und Jugendlichen

Weltweit haben alle Kinder gemäß UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf ein unversehrtes und glückliches Leben, ein Recht auf Selbstbestimmung, auf Gleichbehandlung, freie Entfaltung, auf Gesundheit, Spiel, Bildung, Fürsorge und Frieden. Doch selten werden ihnen gegenüber die Rechte eingelöst. Weltweit sterben Kinder an Hunger und infolge von Kriegen, Misshandlungen und Missbrauch. In vielen Ländern müssen Kinder hart arbeiten, besuchen keine Schule. Armut bestimmt ihren Alltag. Es ist eine Frage von Reichtum und Armut, von Herrschaft und Unterdrückung. Der gesellschaftlich hervorgebrachte Reichtum ist vorhanden, aber nur wenige haben Zugang dazu.

In Deutschland müssen Kinder nicht verhungern, aber es gibt eine gravierende soziale Spaltung in Arm und Reich. In keinem Land der Europäischen Union ist die soziale Herkunft des Kindes so entscheidend für seine Entwicklung, für seinen Zugang zur Bildung und damit für seine Zukunftsaussichten wie in Deutschland. In Hamburg gelten fast 60.000 Kinder und Jugendliche als arm. Die Zustände, die zu Kinder- und Jugendarmut, Ausgrenzungen und Misshandlung, führen, wollen wir gemeinsam verstehen, um sie verändern zu können und eine Alternative selbst hervorzubringen. Wesentlicher Bestandteil einer sozialistischen Kinder-, Jugend- und Bildungspolitik ist die Unterstützung der Entwicklung zu kritischen mündigen Menschen, welche gemeinsam für ihre Interessen und Bedürfnisse eintreten.

Wie diese Vorhaben zu erreichen sind, wollen wir zusammen mit Euch und allen interessierten Professionellen, ehrenamtlich mit Kindern Tätigen, mit Eltern, Verbänden und vor allem mit Kindern und Jugendlichen auf unserer jugendpolitischen Fachtagung entwickeln.